Richtig saunieren – die 8 besten Saunatipps

So macht Sauna Spaß
So macht Sauna Spaß, © Westend61, gettyimages

Sauna, das ist mehr als Wellness. Hier lesen Sie, wie ein Saunagang Ihre Abwehr stärkt, Ihren Muskeln hilft – und Sie auch im Sommer besser schlafen lässt.

Wer regelmäßig in die Sauna geht, lebt gesünder: Das heiß-kalte-Wechselbad stärkt das Immunsystem, reinigt die Haut und stärkt unser Herz-Kreislaufsystem. Doch richtiges Saunieren will gelernt sein. Hier sind die besten Tipps und Regeln, um Ihre Gesundheit und Entspannung beim Saunagang optimal zu unterstützen.

Sauna-Tipp 1: Schwitzen für die Gesundheit

Der Gang in die Sauna härtet ab. Wenn Sie den Wechsel von heiß und kalt richtig praktizieren, regen Sie den Kreislauf an, normalisieren den Blutdruck, fördern die Durchblutung der Schleimhäute, kräftigen die körpereigenen Abwehrkräfte und erhöhen Ihre Lungenkapazität. Nach dem Sport hilft die Sauna, Muskeln besser zu regenerieren. Und last but not least: Die Entspannung beim Saunieren unterstützt den Abbau von Stress.

Sauna-Tipp 2: Die richtige Sauna finden

Sauna oder Dampfbad? Entgegen landläufiger Meinung schwitzt man im heißen Dampf nicht mehr als in der trockenen Saunahitze – nur die Haut erscheint schneller feucht. Wegen der höheren Luftfeuchtigkeit im Dampfbad verdunstet auf der Haut weniger Schweiß, der den Körper normalerweise kühlt. Ihre Körpertemperatur ist daher in feuchten Dampfbädern bei gleicher Umgebungshitze höher als in der Sauna. 

Im Dampfbad herrschen meist Temperaturen von maximal 60 Grad Celsius, in einer klassischen Sauna beträgt die Deckentemperatur dagegen bis zu 100 Grad. Dampfbäder können vor allem bei Atemwegserkrankungen Vorteile haben, da durch die hohe Luftfeuchtigkeit die Schleimhäute befeuchtet werden. 

Sauna-Tipp 3: Die richtige Sauna-Dauer

Wie lange soll ich in der Sauna bleiben? Das hängt davon ab, wie fit Sie sind, wie viel Kondition Sie haben und wie Ihre generelle körperliche Konstitution ist. 

Die wichtigste Regel für die richtige Sauna-Dauer lautet: Achten Sie die Signale des Körpers und halten Sie sich nur so lange in der Sauna auf, wie Sie sich wohlfühlen. Schließlich soll der Saunagang ja nicht zur Quälerei werden. Gerade Untrainierte und Sauna-Anfänger sollten pro Saunagang 8 bis 10 Minuten einplanen. Als Faustregel gilt: Nicht länger als 15 Minuten in der Hitze bleiben.

Sauna-Tipp 4: Die beste Vorbereitung aufs Saunieren

Ganz wichtig: Nicht mit vollem Magen nach einer Mahlzeit in die heiße Sauna gehen, sonst kann Ihnen übel werden. Ideal ist ein Saunagang ab etwa 90 Minuten nach dem Essen

Ein warmes Bad vor dem ersten Saunagang hilft, kalte Hände und Füße zu vermeiden, die zu Fehlregulationen des Nervensystems führen können. Die Sauna sollten Sie gut aufgewärmt, geduscht und abgetrocknet betreten. Ein Muss sind zudem ein großes Saunatuch, Badeschlappen, Bademantel und ein Handtuch zum Abtrocknen sowie ausreichend Wasser zum Trinken zwischendurch.

Sauna-Tipp 5: Abkühlen wie ein Profi

Die eiskalte Dusche nach der Sauna-Hitze macht nicht wirklich Spaß – doch ohne Abkühlung würden die positiven Effekte des Saunierens ausbleiben. Denn erst der Wechsel von warm und kalt führt dazu, dass der sogenannte thermische Wechselreiz entsteht und unser Kreislauf richtig in Schwung kommt. 

Am besten geeignet ist kaltes Wasser aus einem Gießschlauch. Profis kühlen zuerst Füße und Unterschenkel, also möglichst weit weg von der Herzregion. Das eisige Tauchbecken sollten Sie nur nutzen, wenn Sie wirklich fit und gesund sind. Für Menschen mit Bluthochdruck ist es nicht geeignet. 

Gönnen Sie sich nach der Abkühlung eine Ruhepause. Trinken Sie etwas und entspannen Sie sich 20 bis 30 Minuten im Ruheraum, bevor der nächste Saunagang ansteht.

Sauna-Tipp 6: Mit Saunagängen nicht übertreiben

Wie viele Saunagänge an einem Tag sind gut? Wenn Sie gesundheitlich vom Saunieren profitieren möchten, sollten Sie regelmäßig in die Sauna gehen. Allerdings sollten Sie es dabei nicht übertreiben, sonst kann der positive Effekt ins Negative kippen. 

Saunaexperten halten folgende Faustregel für sinnvoll:

  • Gehen Sie 1 Mal in der Woche in die Sauna, können Sie 3 Gänge – mit genügend zeitlichem Abstand dazwischen – absolvieren. 
  • Saunieren Sie 2 Mal in der Woche, genügen jeweils 2 Gänge. 
  • Und haben Sie das Glück und können täglich – zum Beispiel in einer privaten Sauna – saunieren, dann reicht 1 Gang.

Sauna-Tipp 7: Nicht mit einer Erkältung schwitzen

Ist Sauna bei Schwangerschaft oder mit einer Erkältung erlaubt? Um Erkältungen oder grippalen Infekten vorzubeugen, ist regelmäßiges Saunieren ideal. Doch bei einer aktuellen Erkältung oder Grippe in die Sauna zu gehen, ist keine gute Idee. Dann wird dein Körper, der mit der Abwehr der Krankheit ohnehin schon ausgelastet ist, noch stärker strapaziert. 

Deswegen: Mit akuten Erkrankungen oder chronischen Leiden wie Rheuma oder Bluthochdruck auf den Saunagang verzichten! Bei Fieber drohen sogar Schwindel und Herzrasen und im schlimmsten Fall ein Infarkt. 

Während einer Schwangerschaft dagegen ist ein Saunabesuch völlig okay, vor allem für Frauen, die schon vorher regelmäßig in die Sauna gegangen sind. Leiden Sie allerdings unter Kreislaufproblemen und haben noch keine Saunaerfahrung, sollten Sie die Schwitzkuren in den ersten Monaten der Schwangerschaft meiden. Nach den ersten 3 Monaten hat sich der Körper an die Umstellungen durch die Schwangerschaft „gewöhnt“, so dass bei normalem Verlauf nichts gegen einen gelegentlichen und nicht zu langen Saunabesuch sprechen sollte. Bei Beschwerden in der Schwangerschaft sollten Sie aber lieber auf einen Saunagang verzichten. 

Grundsätzlich gilt für Schwangere: Immer erst den Frauenarzt fragen, ob Saunabesuche für dich in der Schwangerschaft sinnvoll sind oder nicht.

Sauna-Tipp 8: Auch im Sommer die Sauna nutzen

Saunieren im Winter oder im Sommer – was ist besser? Herbst und Winter sind für viele die optimalen Jahreszeiten für entspannende Saunabesuche. Doch Schwitzkuren im Hochsommer? Das halten viele für überflüssig – und liegen damit falsch. Denn der Körper reagiert auch bei Außentemperaturen von über 30 Grad im Schatten positiv auf den Wechsel von heiß und kalt. Die Sauna ist im Sommer also ein gutes Hitzetraining, belebt Körper und Geist und stärkt das Immunsystem. Wenn Sie auch in der warmen Saison regelmäßig saunieren, ist der Körper weniger anfällig für eine Sommergrippe und Erkältungen durch Klimaanlagen. Und: Der Lohn für einen Saunabesuch an heißen Sommerabenden mit anschließender ausführlicher Abkühlung ist ein entspannter und erholsamer Schlaf – während andere Schwierigkeiten haben, bei der Hitze einzuschlafen.

geschrieben von
Mehr von Bruntje Thielke
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