9 Tipps gegen unreine Haut

Unreine Haut? Das können Sie ändern!
Unreine Haut? Das kannst du ändern!, Westend61, © gettyimages

In Drogerien gibt es unzählige Mittelchen, die bei unreiner Haut helfen sollen. Dabei können Sie mit ganz einfachen Tricks Ihre Haut strahlen lassen.

Unter unreiner Haut leiden wir nur in der Pubertät? Von wegen. Unreine Haut ist keine Frage des Alters, immer mehr Menschen im Erwachsenenalter leiden unter unreiner Haut, Pickeln oder Mitessern. Hier die besten Tipps für eine schöne, reine Haut.

In der Jugend trifft es fast jeden. Und später? Experten schätzen, dass bis zu 40 Prozent der über 25-Jährigen unter unreiner Haut leiden. Und mit bis zu 85 Prozent sind vor allem Frauen betroffen. Doch wie entsteht unreine Haut?

Ursachen für unreine Haut

Eins vorweg: Grundsätzlich kann jeder Hauttyp Mitesser und Pickel bekommen. Besonders betroffen sind jedoch Menschen mit fettiger Haut. Sie ist großporig, glänzt und neigt zu Unreinheiten und Akne. Aber auch Mischhaut kann schnell mal Mitesser und Pickel zeigen.

Bei Mitessern sind die Poren von abgestorbenen Hautschüppchen verstopft. Sie tauchen vor allem auf der Nase, der Stirn und am Kinn auf. Entzündet sich ein Mitesser, wird er zu einem Pickel. 

Unreine Haut oder Akne?

Laut Haut-Experten ist Akne die weltweit häufigste Hauterkrankung. Sie kommt besonders häufig in der Pubertät vor. Doch worin liegen die Unterschiede zwischen unreiner Haut und Akne? Die Unterscheidung ist meist nicht leicht: Haben Sie regelmäßig Pickel, die bleiben oder immer wiederkehren, handelt es sich bereits um eine milde Form von Akne. Grundsätzlich zeichnet sich Akne durch eine erhöhte Talgbildung und eine Verhornungsstörung im Bereich der Talgdrüsenfollikel aus. Von Akne sind meist vor allem Gesicht, Nacken und Dekolleté, Brust und Rücken sind betroffen.

Die gute Nachricht: Mit ein paar einfach Tipps kannst du deine unreine Haut verbessern:

Hautpflege-Tipp 1: Haut gründlich reinigen

Gegen unreine Haut hilft vor allem eins – eine gründliche Hautreinigung morgens und abends. So wird neben Make-up-Resten, abgestorbenen Hautzellen und Schmutz auch überschüssiges Fett entfernt. Ideal sind lauwarmes Wasser und pH-neutrale und parfümfreie Seifen oder Waschlotionen. Produkte, die antibakterielles Teebaumöl enthalten, können auch vorbeugend gegen unreine Haut helfen.

Hautpflege-Tipp 2: Handtücher regelmäßig wechseln

Alles, was häufig in Kontakt mit dem Gesicht kommt, sollte manregelmäßig wechseln. Der Grund: In Handtücher, Kopfkissen und Co. können sich Reste von Make-up und Styling-Produkten ansammeln und Bakterien festsetzen. Auch Make-up-Pinsel sollten Sie deshalb alle 2 bis 4 Wochen mit einem milden Shampoo auswaschen. Dazu gilt: Fassen Sie am besten nicht mit den Händen ins Gesicht, denn auch auf den Handflächen befinden sich meist viele Bakterien.

Hautpflege-Tipp 3: Lebensmittel für schöne Haut

Ich kann sehen, was du isst – das stimmt tatsächlich. Denn: Auf der Haut zeigt sich, was wir zu uns nehmen. Forscher sind überzeugt, dass Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (z. B. Weißbrot, Pizza, Nudeln) sowie Milch bzw. Milchprodukte unreine Haut verstärken können. Für schöne Haut sollten Sie daher lieber andere Lebensmittel auf den Teller legen. Lebensmittel für eine schöne Haut sind zum Beispiel:

  • Rucola
  • Spinat
  • grüne Paprika
  • Beeren
  • Zitrusfrüchte
  • Nüsse 
  • zinkhaltige Lebensmittel (z. B. Haferflocken, Hülsenfrüchte)  

Hautpflege-Tipp 4: Viel Wasser trinken

Bei unreiner Haut hilft Wasser – nicht nur zum Reinigen, sondern auch zum Trinken. Und davon darf es gerne ein bisschen mehr sein. Denn: Wenn Sie täglich 2 bis 3 Liter trinken, bringt das den Stoffwechsel auf Trab. Das macht Ihre Haut nicht nur straffer, sondern auch reiner. Wem Wasser zu langweilig ist, kann es zum Beispiel mit Gurke, Minze oder Zitrone geschmacklich aufpeppen oder ungesüßte Tees trinken.

Hautpflege-Tipp 5: Den Hormonhaushalt prüfen lassen

Gerade bei Erwachsenen können Hormone die Ursache für unreine Haut sein. Schuld sind die sogenannten Androgene. Das sind männliche Sexualhormone, die auch in den Eierstöcken der Frau produziert werden können. Sie sorgen dafür, dass der Körper mehr Talg produziert. Die Folge: Die Talgdrüsen-Ausgänge verstopfen, es kommt zu Entzündungen. Deshalb: Bekommen Sie durch hormonelle Schwankungen unreine Haut z. B. in den Wechseljahren, ist ein Arztbesuch empfohlen.

Hautpflege-Tipp 6: Ausreichend schlafen

Topmodel Alessandra Ambrosia schwört auf ihren Schönheitsschlaf – und liegt damit goldrichtig. Was Sie übrigens nach einer viel zu kurzen Nacht schnell im Spiegel sehen: Die Haut ist dann blass und neigt zu Augenringen. Der Grund: In der Nacht erholt sich der ganze Körper, also auch die Haut. Dazu transportiert der Körper im Schlaf Giftstoffe ab und repariert so Hautschäden. 6 bis 8 Stunden Schlaf sind also Balsam für die Haut. 

Hautpflege-Tipp 7: Stress vermeiden

Eine Studie zeigt: Stress lässt Pickel aufblühen. Denn bei starker Anspannung steigen die Stresshormone. Dadurch kann die körpereigenen Antibiotika nicht mehr richtig in der Haut verteilt werden. Die Folge sind Hautunreinheiten. 

Dazu kommt: Unter Anspannung wischen wir uns häufiger durchs Gesicht, so werden Bakterien verteilt und die Entstehung von Pickeln gefördert. Gönnen Sie sich und Ihrer Haut also regelmäßig kleine Auszeiten vom Alltag. Ein Buch lesen, Yoga machen oder Meditieren – es ist gut, was Ihnen hilft, zur Ruhe zu kommen. 

Hautpflege-Tipp 8: Pickel nicht ausdrücken!

Einmal ausdrücken und schon ist das Pickel-Problem verschwunden – wenn es doch nur so einfach wäre. Die Wahrheit ist jedoch: Bei Pickeln sollten wir auf keinen Fall zur schnellen Selbsthilfe greifen. Beim Ausdrücken eines Pickels verteilt sich die darin liegende Flüssigkeit auf die umliegende Hautpartie und es wird alles schlimmer! 

Mitesser selbst entfernen – ja, das geht, wenn du einige Hygieneregeln beachtest. Dazu gehört: Die Hände vorher gründlich waschen und am besten Kosmetiktücher um die Finger wickeln, damit keine Bakterien in die offene Wunde gelangen. Dazu können Sie zuerst mit etwas Wasserdampf die Poren öffnen. Dadurch sinkt auch die Gefahr, dass durch zu starkes Drücken Narben entstehen. Am sichersten ist der Besuch bei einer Kosmetikerin. 

Hautpflege-Tipp 9: Hausmittel helfen gegen Pickel

Zahnpasta hilft gegen Pickel – diesen Tipp kennt fast jeder. Aber: Der Inhaltsstoff Fluor in Zahnpasta pusht Entzündungen, daher können sich rötliche Hautstellen bilden. Auch Zinksalbe gegen Pickel ist bekannt. Tatsächlich hat sie eine antiseptische Wirkung und wirkt gegen Entzündungen. Bei Akne jedoch kann Zinksalbe alleine keine Wunder bewirken.

Antibakteriell und anti-entzündlich wirken zudem auch Teebaumöl und Apfelessig. Wenn Sie den Essig ausprobieren wollen: Eine kleine Menge Apfelessig auf ein Wattepad geben und damit leicht über das Gesicht fahren. 

Sie mögen den Geruch von Apfelessig nicht? Dann ist eine Honigmaske mit Zimt besser. Dafür 1 EL Zimtpulver mit 2 EL Honig verrühren, die Paste gleichmäßig auf Pickel und Mitesser verteilen. Etwa 30 Minuten einwirken lassen, mit lauwarmen Wasser abspülen.

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